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Studienbegleitendes Programm "Recht - Ethik - Wirtschaft"

Interdisziplinärer Workshop: Machine Learning meets Law

Am Dienstag, den 19. März 2019, fand ein im Rahmen des Zertifikatsstudiums "Recht-Ethik-Wirtschaft" organisierter interdisziplinärer Workshop statt. Ziel der englischsprachigen Veranstaltung war es, Probleme an den Schnittstellen zwischen Machine Learning und Rechtswissenschaft zu erkunden und damit auch Themen zu identifizieren, die für "Recht Ethik Wirtschaft" in Zukunft Bedeutung gewinnen können. Es kamen in der Neuen Aula Vertreterinnen und Vertreter aus den Disziplinen Machine Learning/Künstliche Intelligenz, Ethik und Recht zusammen.

Ulrike von Luxburg, Leiterin der Arbeitsgruppe Theory of Machine Learning, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und eröffnete die Veranstaltung.

Den Auftakt machte der Jurist Stefan Thomas mit einem Beitrag über „Algorithms and Antitrust“. Damit griff er eine aktuelle Diskussion auf über den Einfluss, den Preisalgorithmen auf Kollusion und freien Wettbewerb haben können.

Weiter sprach Thilo Hagendorff vom Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) über die regulatorischen Erfordernisse im Bereich von Künstlicher Intelligenz. Er stellte die Kardinalsherausforderungen vor, wie die Sicherstellung von Gerechtigkeit und den Umgang mit Ungleichheit bei KI-gesteuerten Systemen.

Der Ethiker Thomas Grote folgte mit einem Beitrag über die Ethik in der Entscheidungsfindung von Algorithmen, exemplarisch u.a. an der Diagnose im Medizinbereich durch KI.

Isabel Valera vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme referierte danach über Fairness im maschinellen Lernen. Sie behandelte Methoden, wie diese Fairness in Systemen umgesetzt werden kann und welche Herausforderungen insoweit zu meistern sind.

Abschließend erörterte Oliver Kohlbacher vom Zentrum für Bioinformatik KI-bezogene rechtliche Probleme in der Medizin. Er legte dar, wie medizinische Daten und Algorithmen in Zusammenspiel gebracht werden können und die damit einhergehenden Probleme und Lösungsansätze unter regulatorischen, ethischen und gesellschaftlichen Aspekten.

Es folgte eine fachübergreifende Diskussion. Kooperationen zwischen den Forschenden sollen auf individueller Basis künftig verstärkt werden. Das Zertifikatsstudium „Recht Ethik Wirtschaft“ wird den Themenkreis weiter ausbauen, nachdem ein öffentliches Symposium zu „Künstliche Intelligenz und Menschenwürde“ im vergangenen Jahr bereits einen wichtigen Impuls gesetzt hat.

Text: Nils Model