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Prof. Dr. Reichold

8. Tübinger Arbeitsrechtstag

 

Der

8. Tübinger Arbeitsrechtstag

beschäftigt sich am

22. März 2013
in der Neuen Aula (Audimax) der Universität Tübingen


mit dem Thema

Compliance und Unternehmenskultur – passt das zusammen?

 

 

Zum Thema „Compliance“ wurde in den letzten Jahren auch arbeitsrechtlich fast schon alles gesagt. So werden etwa zum Datenschutz, zu den Social Media, zur Mitarbeiterkontrolle und zum whistleblowing immer neue Regeln diskutiert, die erkennen lassen, dass „Gesetzesbefolgung“ als Minimalethik eines Unternehmens nicht leicht fällt, wenn klare Regeln fehlen. Selbst wo es solche gibt, haben wir längst erfahren, dass Manager bewährte Regeln verantwortungsvoller Unternehmensführung genau so befolgen wie Patienten den guten therapeutischen Rat ihres Arztes: eher halbherzig. Gesundheitsförderndes Verhalten ist als Präventionsstrategie daher auch Unternehmen zu empfehlen: „Good compliance“ zeichnet sich nicht durch Schnüffelei und Überwachungsstrategien aus, sondern durch eine Unternehmenskultur, die faires Verhalten nicht nur proklamiert, sondern auch lebt, und die Betriebsrat und Belegschaft im Bemühen um eine diskriminierungsfreie und transparente Beschäftigungskultur aktiv beteiligt.

Der 8. Tübinger Arbeitsrechtstag will diese Spannung zwischen Überwachungs- und Vertrauenskultur ausloten. Zunächst wird Hessens LAG-Präsident Dr. Peter Bader der gewandelten Funktion der Abmahnung nach dem „Emmely“-Urteil des BAG nachgehen und fragen, ob gute Unternehmenskultur auch mit einem langen Gedächtnis an vergangene Sünden vereinbar ist. Prof. Markus Stoffels übernimmt es, die Wirkung sog. Ethik-Richtlinien im Hinblick auf ihre Sanktionsfunktion bei Compliance-Verstößen zu untersuchen. Dr. Werner Walk wird sich mit der AGG-Prävention auseinandersetzen und fragen, ob sich die Norm des § 12 AGG als Muster für eine Compliance-Organisation des Arbeitgebers eignet. Schließlich schildert Hans-Dieter Wohlfarth seine praktischen Erfahrungen mit der Rolle des Betriebsrats bei der Gestaltung einer Unternehmenskultur, die sich nicht allein in der Helferrolle bei der Compliance-Strategie des Arbeitgebers erschöpfen kann.

Der Tübinger Arbeitsrechtstag nimmt aktuelle und streitige Themen des Arbeitsrechts zum Anlass, einen qualifizierten Dialog zwischen universitärer Forschung und der juristischen Praxis des Arbeits- und Sozialrechts zu ermöglichen und möchte damit den Teilnehmern aus dem Wirtschafts- und Rechtsleben neue Perspektiven eröffnen. Die Auswahl der Referenten gewährleistet die Vermittlung des aktuellen Stands der Rechtsdogmatik und Rechtsprechung zum Thema. Gleichzeitig soll die Veranstaltung die Verbindung zwischen der Universität Tübingen und den im mittleren Neckarraum tätigen Arbeitsgerichten, Verbänden und Unternehmen stärken.

 

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