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Prof. Dr. Reichold

11. Tübinger Arbeitsrechtstag

 

Der

11. Tübinger Arbeitsrechtstag

beschäftigt sich am

18. März 2016
in der Neuen Aula (Audimax) der Universität Tübingen


mit dem Thema

Neue Spielregeln für Arbeit 4.0 - Arbeitsrecht im digitalen Zeitalter

 

Durch neue Kommunikationstechniken, durch die Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen sowie die (auch überbetrieblich mögliche) Vernetzung von Produktionsschritten und Dienstleistungsketten wird das Arbeitsrecht derzeit vor neue Herausforderungen gestellt. Die unter dem Kürzel 4.0 diskutierten Veränderungen der Arbeitswelt erzeugen Angst, aber auch Aufbruchsstimmung: Angst, weil Roboter und Maschinen uns die Arbeit ab-, aber auch wegnehmen könnten. Aufbruchsstimmung, weil neue und selbstbestimmte Formen der Arbeit den Beschäftigten mehr Arbeitssouveränität ermöglichen könnten. Der Beschäftigungsaufbau mit dem Höchststand von 43 Mio. Erwerbstätigen in Deutschland erlaubt den Schluss, dass sich derzeit nicht ein Abbau, sondern ein Umbau abhängiger Arbeit vollzieht. Doch braucht es dafür eine Diskussion über den Wert menschlicher Arbeit und deren Regulierung zwischen Flexibilitäts- und Schutzoptionen.

 

Der 11. Tübinger Arbeitsrechtstag möchte daher die neuen Spielregeln für Arbeit 4.0 diskutieren. Die Umsetzung flexibler und entgrenzter Arbeit findet heute teilweise im Graubereich gesetzlicher, tariflicher und betrieblicher Regelungen statt. Die „Werkvertraglichung“ abhängiger Arbeit mit zunehmend selbstständiger agierenden Mitarbeitern sollte neue tarifliche und/oder betriebliche Regelungen stimulieren, damit keine (Selbst-)Ausbeutung droht. Dazu wird Professor Wolfgang Däubler zunächst den Möglichkeiten der Sozialpartner nachspüren, durch neue tarifliche Regelungen z.B. zur Arbeitszeitflexibilisierung oder zum Heimarbeitsplatz der Entgrenzung von Zeit und Raum Konturen zu verleihen. Professor Volker Rieble wird demgegenüber die Möglichkeiten überbetrieblicher Zusammenarbeit und deren Mitbestimmung genauer untersuchen. Rechtsanwalt Dietmar Heise wird die agile Projektorganisation „Scrum“ als Spielart moderner Beschäftigungsformen ohne arbeitsrechtliche Weisungsstrukturen vorstellen, während Rechtsanwalt Alexander Zumkeller schließlich die notwendigen gesetzlichen Veränderungen des Arbeitszeitrechts im Zeitalter der Digitalisierung zur Diskussion stellt.

 

Der Tübinger Arbeitsrechtstag nimmt aktuelle und streitige Themen des Arbeitsrechts zum Anlass, einen qualifizierten Dialog zwischen universitärer Forschung und der juristischen Praxis des Arbeits- und Sozialrechts zu ermöglichen und möchte damit den Teilnehmern aus dem Wirtschafts- und Rechtsleben neue Perspektiven eröffnen. Die Auswahl der Referenten gewährleistet die Vermittlung des aktuellen Stands der Rechtsdogmatik und Rechtsprechung zum Thema. Gleichzeitig soll die Veranstaltung die Verbindung zwischen der Universität Tübingen und den im mittleren Neckarraum tätigen Arbeitsgerichten, Verbänden und Unternehmen stärken.


 

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