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Prof. Dr. Finkenauer

Andreas Herrmann, M.A.

Akademischer Mitarbeiter

 

 

Juristische Fakultät
Neue Aula, Raum 223
Geschwister-Scholl-Platz
72074 Tübingen

 

Tel.: (07071) 29 - 72559

Mail:

 


Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2019/20

I. Proseminar zum Seminar im römischen Handelsrecht

Lateinkenntnisse sind nicht erforderlich!

Erster Termin: Mittwoch, 30.10., 18 ct - 20 Uhr, Raum 220 (Juristisches Seminar); weitere Termine nach Absprache

Die Veranstaltung richtet sich an die Teilnehmer des Seminars im römischen Handelsrecht und soll diese durch Erleichterung des Zugangs zu unbekannten Quellen und Arbeitsmethoden in die Lage versetzen, eine gelungene Seminararbeit auszuarbeiten. Eine Seminararbeit im römischen Recht erfordert durch den Umgang mit den antiken Rechtsquellen Fähigkeiten, die der gewöhnliche Kanon der juristischen Ausbildung nicht vermittelt. Dazu gehört die Kenntnis der wichtigen Rechtsquellen und Sekundärliteratur, der historischen Entwicklung des römischen Rechts und seiner Überlieferungsgeschichte ebenso wie Grundlagen der Methodenlehre. Behandelt werden außerdem: das korrekte Zitieren von juristischen und literarischen Quellen, der richtige Umgang mit deren Übersetzungen, die Recherche in speziellen Datenbanken zum römischen Recht und der exegetische Aufbau einer schriftlichen Arbeit.

Für die Veranstaltung wird ein Teilnahmeschein ausgestellt.

 


II. Lateinische Rechtssprichwörter

Lateinkenntnisse sind nicht erforderlich!

Montag, ab 14.10.2019, 18 ct - 20 Uhr, HS 6

Lateinische Fachbegriffe und Rechtssprichwörter spielen in Studium und Praxis des Juristen eine wichtige Rolle. Sei es die allseits bekannte Unschuldsvermutung ‚in dubio pro reo’, die zivilrechtliche ‚culpa in contrahendo’ oder die im internationalen Privatrecht grundlegende ‚lex fori’: Die lateinische Rechtssprache drückt das Wesentliche kurz und prägnant aus. Deren Redewendungen werden indes bisweilen unreflektiert und mitunter auch falsch gebraucht, da viele Juristen der lateinischen Sprache nicht mächtig sind. Ziel der Veranstaltung ist es, dem abzuhelfen und gemeinsam eine Auswahl interessanter Rechtsregeln und -begriffe aus allen Bereichen der Rechtswissenschaft genauer zu betrachten und so ein besseres Verständnis für ihre Herkunft, Wirkungsgeschichte und aktuelle Relevanz zu ermöglichen. Die Teilnehmer halten dazu Kurzvorträge zu einzelnen Rechtssprichwörtern und verbessern so auch ihre rhetorischen Fähigkeiten gezielt im Hinblick auf juristische Vorträge. Besonders denjenigen, die keine Lateinkenntnisse haben, soll durch die Veranstaltung ein Zugang zu wichtigen Elementen der juristischen Fachsprache ermöglicht werden. Aber auch diejenigen, die bereits in der Schule Lateinkenntnisse erworben haben, können hinzulernen, denn viele juristische Fachbegriffe sind regelmäßig nicht Gegenstand des schulischen Lateinunterrichts.

Literatur: D. Liebs, Lateinische Rechtsregeln und Rechtssprichwörter, 7. Auflage 2007

Der Leistungsnachweis für die Schlüsselqualifikation wird durch ein Kurzreferat erworben.

Die Teilnahme an der Veranstaltung setzt eine Eintragung in die Anmeldeliste "Schlüsselqualifikationen" auf der Homepage der Juristischen Fakultät voraus.

http://www.jura.uni-tuebingen.de/einrichtungen/cz/listen

 


III. Fallbesprechung Römisches Privatrecht

Lateinkenntnisse sind nicht erforderlich!

Dienstag, ab 15.10.2019, 18 ct - 20 Uhr, Übungsraum 103 (Alte Physik), 14-tägig
(weitere Termine: 29.10., 12.11., 26.11., 10.12., 7.1., 21.1., 4.2.)

Die Fallbesprechung wiederholt den Stoff der jeweils angebotenen Vorlesung Römisches Privatrecht (WS: Personen- und Erbrecht, SS: Schuld- und Sachenrecht) anhand zentraler Textstellen. Sie ist als Jahreskurs konzipiert, kann also parallel zur jeweiligen Vorlesung gehört werden und ermöglicht innerhalb eines Jahres die umfassende Vorbereitung auf die Abschlussklausur im SPB 3a. Alle erforderlichen Materialien werden bereitgestellt und per Mail versendet.

Literatur: Kaser/Knütel/Lohsse, Römisches Privatrecht, 21. Auflage 2017; Kaser, Das Römische Privatrecht. 2 Bände, 1971/1975; Schlosser/Sturm/Weber, Die rechtsgeschichtliche Exegese, 2. Auflage 1993