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Keine Angst vorm Ranking: “Unser Service ist im Spitzenbereich” Im Gespräch mit Sabine Krauch, seit 2008 Seminarleiterin unserer Fakultät

Sabine Krauch ist seit 2008 Seminarleiterin unserer Fakultät.

Redaktion: Frau Krauch, wir sitzen hier in einem Bibliotheksraum in der Neuen Aula auf bequemen Sesseln. So fühlt sich ein Seminaraufenthalt besser an als früher. Wir dürfen auch plaudern, Lerngruppen dürfen sich hier unterhalten. Wie wird der neue Bequemlichkeitsfaktor eigentlich von den Studierenden angenommen??

    Krauch: Diese seit 2016 eingerichteten Gruppenarbeitsräume werden gut angenommen, nicht nur zu Spitzenzeiten, wenn eine Hausarbeit ansteht. Das Seminar ist in den letzten Jahren kontinuierlich attraktiver geworden. Inzwischen sind fast alle Arbeitsplätze mit Netzanschluss ausgestattet worden, um die Arbeit mit Laptops zu ermöglichen. Die Examenskandidaten können sich in unsere „Räume der Stille“, die Studienräume, zurückziehen. Außerdem haben wir ja längst erweiterte Öffnungszeiten, sogar am Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr – selbst diese Zeiten werden regelmäßig genutzt. Ein großer Vorteil für die Studierenden ist auch, dass unser Computer-Zentrum mit Herrn Gerblinger im Bibliotheksbereich angesiedelt ist.

    Redaktion: In der Zeitung war von der „Fern-Uni Tübingen“ zu lesen; gemeint war der erhebliche Anteil an Pendlern unter unseren Studierenden – wie wirkt sich dieses Studierverhalten auf die Nutzung des Seminars aus?

    Krauch: Unsere Arbeitsplätze im Seminar sind insgesamt gut ausgelastet. Viele Studierende sind regelmäßig und lange zum Lernen in der Bibliothek. In der vorlesungsfreien Zeit, wenn die Hausarbeiten geschrieben werden, haben wir sogar das Problem, dass die Plätze häufig nicht ausreichen. Wir merken aber auch, dass ein Teil der Studierenden sich bei der Hausarbeit zunehmend nur noch auf die online von Zuhause aus zugängliche Literatur beschränken. Das ist eine Entwicklung, die ich mit Sorge sehe. Wir können auf die elektronischen Angebote heutzutage nicht verzichten, sie ermöglichen aber tatsächlich eine Art „Fernstudium“. Wir versuchen daher in unseren Schulungen zu verdeutlichen, dass wissenschaftliches Arbeiten alle Quellen einbeziehen muss, gedruckte und online zugängliche, und nur auf diese Weise gute Hausarbeiten entstehen können.

    Redaktion: Frau Krauch, Sie tragen auch Verantwortung für eine ganze Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, müssen sich um Brandschutz und Arbeitssicherheit kümmern, haben ein neues Buchsicherungssystem mit elektronischem Chip eingeführt und bieten zudem Kurse zur Literatur-Recherche und richtigen Zitierweise an – nebenbei managen Sie noch Ihre Familie (neben Ehemann drei Kinder): wie schaffen Sie das alles gleichzeitig?

    Krauch: Ich habe hier im Seminar ein sehr gutes Team, das mich hervorragend unterstützt! Hilfreich ist auch, dass ich nach meinem bibliothekswissenschaftlichen Abschluss auch beide juristischen Staatsexamen mit Prädikat abschließen konnte. Ich bekam dadurch die Möglichkeit, als Assistentin am arbeitsrechtlichen Lehrstuhl bei Prof. Reichold die Arbeit eines Lehrstuhls intensiv kennenzulernen. Mit der Übernahme der Seminarleitung im Jahr 2008, zunächst mit 75 % und heute 90 % Teilzeit, konnte ich meine verschiedenen Interessen und Erfahrungen bündeln. Nach fast zehn Jahren ist diese Stelle nach wie vor der Traumjob für mich.
    Aus diesem Grund freut es mich auch besonders, dass wir im CHE-Ranking jetzt einen Spitzenwert von 1,7 erzielen konnten. Das ist die Folge unserer ständigen Verbesserungen im Service-Bereich.

    Redaktion: Gibt es auch kuriose Erfahrungen, die Sie uns mitteilen können?

    Krauch: Ja, vor zwei Jahren musste ein Student im Seminar aus der Herrentoilette befreit werden. Das Schloss der Tür war kaputt gegangen und alle Versuche, die Tür zu öffnen, waren erfolglos. Den Pedellen blieb nichts anderes übrig, als ein DIN A4-großes Loch in die Tür zu sägen, um die Öffnung der Tür zu ermöglichen. Ansonsten ist der Besuch des Seminars in der Regel gefahrlos möglich!