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Assistentensprecher

Vorschlag für eine Reform des Studienplans

Der folgende Vorschlag für eine Reform des Studienplanes wurde von Vertretern der Studierenden und der Assistent/inn/en der Juristischen Fakultät gemeinsam erarbeitet
1. Semester

Zivilrecht I P 6
mit Fallbesprechung ZP 2

Strafrecht I: Allgemeiner Teil P 4
mit Fallbesprechung ZP 2

Öffentliches Recht I: Staatsorganisation und Verfassungsprozessrecht I(1) P 4

Verfassungsgeschichte der Neuzeit P 3

VWL I(2) P 2

Grundkurs EDV W -(3)

Gesamt 23

2. Semester

Zivilrecht II: Schuldrecht P 4
mit freiwilliger Fallbesprechung W 2

Übung im Zivilrecht für Anfänger P 2

Strafrecht II: Besonderer Teil P 4
mit freiwilliger Fallbesprechung W 2

Übung im Strafrecht für Anfänger P 2

Öffentliches Recht II: Grundrechte und Verfassungsprozessrecht II(4) P 4
mit Fallbesprechung ZP 2

Deutsche und Privatrechtsgeschichte P 3

VWL II(5) P 2

Gesamt 27

3. Semester

Zivilrecht III: Ausservertragliches Schuldrecht P 3-4

Zivilrecht III: Sachenrecht P 4-5

Strafverfahrensrecht einschliesslich Gerichtsverfassungsrecht P 3

Öffentliches Recht III: GG und Völkerrecht P 2

Übung im Öffentlichen Recht für Anfänger P 2

Römische Rechtsgeschichte P 3

Einführung in die Rechtsinformatik W 2

Gesamt 20

4. Semester

Zivilrecht III: Vertragliche Schuldverhältnisse P 2-3

Zivilrecht IV: Erbrecht P 3

Handelsrecht P 2

Zivilprozessrecht einschliesslich Gerichtsverfassungsrecht P 4-5

Ergänzung und Vertiefung: Strafprozessrecht P 2

Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene P 2

Öffentliches Recht IV: Allg. Verwaltungsrecht P 4

Verwaltungsprozessrecht P 2
mit freiwilliger Fallbesprechung W 2

Gesamt 24

5. Semester:

Zivilrecht IV: Familienrecht P 2

Zwangsvollstreckungsrecht P 2

Wiederholung und Vertiefung: Zivilrecht I P 2-3

Übung im Zivilrecht für Fortgeschrittene P 2

Öffentliches Recht V: Polizeirecht P 2

Öffentliches Recht VI: Kommunalrecht P 2

Öffentliches Recht VII: Baurecht P 1

Europarecht I P 2

Wahlfachgruppe WP 2-4

Gesamt 17-19

6. Semester:

Gesellschaftsrecht I P 3

Arbeitsrecht I P 3

Grundzüge des Internationalen Privatrechts P 2

Wiederholung und Vertiefung: Zivilrecht II P 2

Übung im Öffentlichen Recht für Fortgeschrittene P 2

Wahlfachgruppe WP 2-4

Gesamt 14-16

7. und 8 Semester:

unverändert

Begründung

Grundlage für die konkreten Vorschläge ist der Wunsch nach einem geordneten Studienverlauf und einer Verbesserung des Lehrangebotes. Dabei standen folgende Erwägungen im Mittelpunkt:

- Die Erfahrungen an anderen Universitäten zeigen, dass es sinnvoll ist, das Strafrecht an den Anfang des Studiums zu stellen: Dieses Rechtsgebiet ist vergleichsweise leicht strukturierbar und eignet sich besonders gut zur Vermittlung der juristischen Methoden. Da das Strafrecht enge Bezüge zum Zivilrecht aufweist, können die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten gut übertragen werden. Auf diese Weise kann den Studierenden der Einstieg in das juristische Studium erleichtert werden.

Als notwendige Konsequenz hieraus, müssen auch die anderen strafrechtlichen Veranstaltungen um jeweils ein Semester vorgezogen werden. Dies betrifft insbesondere die Übung für Anfänger im Strafrecht, die in Zukunft bereits im 2. Semester angeboten werden soll, während die Übung für Anfänger im Öffentlichen Recht erst für das 3. Semester vorgesehen ist.

- Auf der anderen Seite soll im 1. Semester nicht ganz auf das öffentliche Recht verzichtet werden. Vielmehr erscheint es sinnvoll, die Studierenden von Anfang an mit allen drei grossen Rechtsgebieten zu konfrontieren. Auch insofern kann auf die Erfahrungen an anderen Universitäten zurückgegriffen werden. Auch in Zukunft soll das Staatsorganisationsrecht am Anfang stehen - und zwar nicht nur wegen dessen grundlegender Bedeutung, sondern auch deshalb, weil die meisten Studierenden aus dem Gemeinschaftskundeunterricht hinreichende Vorkenntnisse mitbringen, die ihnen den Einstieg erleichtern.

Der Stoff der bisherigen Vorlesung zum Staatsorganisationsrecht soll allerdings leicht gestrafft werden, so dass ausreichend Zeit für eine Einführung in die staatsorganisationsrechtlich relevanten Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht bleibt. In der Vorlesung zu den Grundrechten sollen dann diejenigen Verfahren dargestellt werden, die vor allem dem Grundrechtsschutz dienen.

Die eigenständige Vorlesung zum Verfassungsprozessrecht kann dann wegfallen oder als Wahlangebot ausgestaltet werden. Sie hat sich in der Vergangenheit nicht bewährt. Zum einen findet sie erst parallel zur Übung statt, in der die Kenntnis der Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht bereits vorausgesetzt wird. Zum anderen wurden diese Verfahren bereits in den öffentlich-rechtlichen Fallbesprechungen thematisiert. Die bisherige Pflichtvorlesung hatte daher stets den Charakter einer Ergänzungs- und Vertiefungsveranstaltung.

- Die Vorlesungen zur Volkswirtschaftslehre sollen grundsätzlich auf zwei Semester verteilt werden, um eine gewisse Stoffentlastung im 1. Semester zu erreichen. Da die beiden Teile nicht aufeinander aufbauen, sollen die Studierenden allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass es problemlos möglich ist, beide Vorlesungen parallel zu besuchen.

- Die Studierenden sollen schliesslich bereits im 1. Semester dazu angehalten werden, sich mit den Grundlagen der EDV vertraut zu machen. Eine Vorlesung erscheint wenig sinnvoll. Statt dessen sollen - wie schon bisher - von den Mitarbeitern des Computerzentrums entsprechend der tatsächlichen Nachfrage kurze Kurseinheiten mit bestimmten Schwerpunkten (EDV allgemein, Internet, JURIS, Textverarbeitung etc.) angeboten werden.

- Wo irgend möglich, sollen die Übungen nach und nicht parallel zu den entsprechenden Vorlesungen stattfinden, so dass der gesamte relevante Stoff behandelt werden kann.

- Lediglich bei den für das 2. Semester vorgesehenen Übungen für Anfänger im Zivilrecht und Strafrecht lässt sich dieses Ziel nicht vollständig verwirklichen, da der Stoff des 1. Semesters allein noch keine hinreichende Grundlage darstellt.

- Die Übung für Anfänger im Öffentlichen Recht soll im 3. Semester stattfinden, also im Anschluss an die Vorlesungen zum Staatsorganisationsrecht und den Grundrechten. Sie soll von demjenigen abgehalten werden, der auch die entsprechenden Vorlesungen angeboten hat.

Da der gesamte prüfungsrelevante Stoff bereits in den vorigen Semestern abgehandelt worden ist, kann der Termin für die erste Klausur näher an den Semesterbeginn gelegt werden. Auf diese Weise ist eine gewisse Entzerrung der Klausurtermine möglich, was insbesondere denjenigen Studierenden zu Gute kommt, die im 3. Semester erstmals oder als Wiederholer an einer der anderen Übungen für Anfänger teilnehmen wollen.

- Die Übung für Fortgeschrittene im Strafrecht im 4. Semester soll in Zukunft auch strafprozessuale Fragen zum Gegenstand haben können.

- Bisher ist die Vorlesung zum Allgemeinen Verwaltungsrecht für das 3. Semester, die zum Verwaltungsprozessrecht für das 5. Semester vorgesehen. Dies erscheint sowohl aufgrund des untrennbaren Zusammenhangs der Themen, als auch im Hinblick auf die Anforderungen der Übung für Fortgeschrittene und vor allem des Referendarexamens wenig sinnvoll. In Zukunft sollen daher beide Vorlesungen parallel abgehalten werden. Denkbar wäre es auch, die beiden Vorlesungen zusammenzulegen. Um Konflikte mit dem Stoff der Übung für Anfänger zu vermeiden, sollen diese Veranstaltungen für das 4. Semester vorgesehen werden.

Die Vorlesungen zum Besonderen Verwaltungsrecht (Polizei-, Kommunal- und Baurecht) sind dann insgesamt auf das 5. Semester zu verschieben.

- Die vorgeschlagenen Änderungen haben den positiven Nebeneffekt, dass eine der drei öffentlich-rechtlichen Fallbesprechungen entfallen kann. Auf diese Weise ist es langfristig möglich, einen geordneten Lehrbetrieb im Öffentlichen Recht sicherzustellen.

- Die öffentlich-rechtliche Pflichtfallbesprechung soll in Zukunft begleitend zur Vorlesung zu den Grundrechten im 2. Semester stattfinden. Da das Verfassungsprozessrecht bereits in der Vorlesung behandelt werden soll, kann das gesamte Staatsrecht Gegenstand der Fallbesprechung sein. Auf diese Weise ist eine bessere Vorbereitung auf die Übung möglich.

- Eine freiwillige Fallbesprechung soll parallel zu den Vorlesungen zum Allgemeinen Verwaltungsrecht und zum Verwaltungsprozessrecht angeboten werden. Auf diese Weise wird eine die Tübinger Errungenschaft einer verwaltungsrechtlichen Fallbesprechung erhalten, die sich in der Praxis bewährt hat. Anders als bisher wird der Schwerpunkt in Zukunft aber nicht mehr beim Allgemeinen Verwaltungsrecht liegen, sondern es wird möglich sein, den Fallaufbau entsprechend den Anforderungen der Übung für Fortgeschrittene und des Referendarexamens zu üben.

1. Darstellung der staatsorganisationsrechtlichen Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, insbesondere Organstreitverfahren, Abstrakte Normenkontrolle und Bund-Länder-Streit. zurück

2. Diese Vorlesung kann auch im 2. Semester gehört werden. zurück

3. Nach dem Angebot des Computerzentrums in Kleingruppen. zurück

4. Darstellung der grundrechtsbezogenen Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, insbesondere Verfassungsbeschwerde und Konkrete Normenkontrolle. zurück

5. Diese Vorlesung kann auch im 1. Semester gehört werden. zurück