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Studienbegleitendes Programm "Recht - Ethik - Wirtschaft"

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2017

VeranstaltungTermineMaterialien

Prof. Dr. Möhring-Hesse, Marktwirtschaft und Demokratie

Marktwirtschaft und Demokratie gelten als die beiden grundlegenden Ordnungsstrukturen der bundesdeutschen Gesellschaft: Die gesellschaftlich ausdifferenzierte Wirtschaft ist als Marktwirtschaft geordnet, der ebenso ausdifferenzierte Staat und die deutlich weniger ausdifferenzierte Politik grundlegend als Demokratie. Zumeist werden beide Ordnungsstrukturen in einer harmonischen Einheit gesehen und beide gemeinsam für die komplementären Ausdrucksformen einer liberalen Gesellschaft gehalten. Übersehen wird dabei jedoch, dass Marktwirtschaft ebenso wie Demokratie expandierende Energien freisetzen – und allein deswegen immer wieder in Konkurrenz zueinander geraten. Womöglich ist das die tiefere Ursache sowohl der gegenwärtigen Krise(n) der Wirtschaft als auch die der Demokratie, dass nämlich die marktwirtschaftlich geordnete Wirtschaft nicht in ihren Grenzen gehalten werden kann und deswegen die Demokratie Schaden nimmt.

19.04.2017

Kurzskript
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Prof. Dr. Thomas, Freiheit oder Effizienz (Organisation von Märkten)

Die Veranstaltung behandelt die Funktion von ökonomischem Wettbewerb als System zur Herstellung von Verteilungsgerechtigkeit und seine Bedeutung als Freiheitsraum für die Ausübung von Privatautonomie. Ferner wird der Frage nachgegangen, welchen Wert ökonomische Effizienz in einer Gesellschaft hat und inwiefern ein System des Wettbewerbs durchbrochen werden kann und muss, um anderen gesellschaftlichen Anliegen Rechnung zu tragen. Die Veranstaltung soll die Teilnehmer dazu in die Lage versetzen, Grundfragen der Ordnungspolitik in ihren ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu diskutieren.


26.04.2017
03.05.2017
10.05.2017

Kurzskript

Prof. Dr. Nettesheim, Verfassungsrecht und Märkte

Märkte werden vor allem durch den Gesetzgeber konstituiert. So finden sich etwa die Regeln über den Vertragsschluss im BGB, jene über das wettbewerbskonforme Verhalten im GWB und jene über die Lauterkeit des Verhaltens im Markt im UWG. Von erheblicher Bedeutung für die Errichtung und das Funktionieren von Märkten ist aber auch die Verfassung (Grundgesetz). Die Veranstaltung beschäftigt sich mit den Vorgaben, die das Bundesverfassungsgericht dem Grundgesetz mit Blick auf die Ordnung von Märkten entnommen hat.

17.05.2017
24.05.2017

Kurzskript

Prof. Dr. Möhring-Hesse, Öffentliche Güter

Für konventionell denkende Ökonomen sind die meisten Güter private Güter, also Güter, von dessen Nutzung man jeweils andere ausschließen kann. Allerdings kennen sie einige wenige Güter, bei denen alles anders ist, Deiche und Leuchttürme zum Beispiel. Bei deren Nutzung kann man andere von der Mitnutzung nicht ausschließen, wobei deren Mitnutzung die eigene Nutzung auch nicht beeinträchtigt. Derartige Güter nennen Ökonomen öffentliche Güter – und legen deren Bereitstellung in die Verantwortung des Staates. Dieser Vorstellung entsprechend wird in der Bundesrepublik eine Vielzahl von Gütern in staatlicher Verantwortung, wenn auch deshalb nicht immer von staatlichen Institutionen hergestellt. In den öffentlichen Debatten wird gerade diesen Gütern eine zunehmende Bedeutung zugesprochen, etwa wenn es um die Bewältigung ökologischer Verwerfungen und den Aufbruch in eine Postwachstumsgesellschaft oder wenn es um die Begrenzung sozialer Ungleichheiten geht. Weil öffentliche Güter quer zu der üblichen Unterscheidung zwischen Markt und Staat liegen, soll in dieser Vorlesung deren Logik genauer bestimmt werden.

31.05.2017

Kurzskript
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Prof. Dr. Gebauer, Private Akteure und Rechtsvielfalt im Europäischen Binnenmarkt

Ziel der Veranstaltung ist es, ein Grundverständnis für das Phänomen der Diversität im Recht zu schaffen und Lösungen zur Bewältigung der mit dem Phänomen einhergehenden Probleme aufzuzeigen. Warum gibt es kaum vereinheitlichtes Privatrecht in Europa? Wie beantwortet das Europarecht die Frage, welche Gerichte bei zivilrechtlichen Streitigkeiten aus grenzüberschreitenden Transaktionen zuständig sind und welches Recht zur Anwendung gelangt? Wie verhalten sich dabei die Gegenpole von Mobilität und Parteiautonomie einerseits und ein eventueller Schutz schwächerer Personen andererseits zueinander, insbesondere im Verhältnis von Unternehmern und Verbrauchern, aber auch im Rechtsverkehr zwischen Unternehmen? Wie lassen sich Rechtsfolgen aus fremden Rechtsordnungen bewältigen, die den eigenen Grundwerten widerstreben?

Achtung:

Termine an einem Donnerstag

Ort: HS 9

22.06.2017
29.06.2017
06.07.2017


Kurzskript
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Folien II
Folien III

Prof. Dr. Binder, Regulierung der Finanzmärkte: Grundfragen und Problemschwerpunkte

Die Veranstaltung führt die Teilnehmer in Grundlagen des europäischen Rechtsrahmens für die Regulierung der Finanzmärkte ein. Institutionelle Fragen - insbesondere der Zuständigkeit für Regelsetzung und Aufsichtstätigkeit - werden ebenso behandelt wie materielle Aspekte der aufsichtlichen Anforderungen an Zulassung und laufendes Geschäft der Finanzdienstleister.

05.07.2017
12.07.2017
19.07.2017

Kurzskript
Folien I
Folien II