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Besser lernen

Lerngruppenleitfaden

Die Erfahrung zeigt, dass das Lernen in einer Gruppe den Lernerfolg stark erhöht. Es gibt hierbei allerdings verschiedene Konzepte von denen wir euch ein paar vorstellen möchten. Es gibt kein Patentrezept und jede Gruppe muss für sich entscheiden, mit welcher Technik sie ein optimales Resultat erzielt. Auch eine Kombination von mehreren Vorgehensweisen kann sinnvoll sein.

Die erste Überlegung, die man anstellen sollte sind:

"Warum will ich überhaupt in der Gruppe lernen?"

"Was will ich lernen?"

"Was sind meine Erwartungen an die Gruppe"

"Wie soll das ganze ablaufen?

"Wie häufig wollen wir uns treffen?"

 

Die wohl einfachste Methode ist es mit seinen Kommilitonen nach der Vorlesung ins Seminar zu gehen um gemeinsam zu lernen. Geteiltes Leid ist halbes Leid und gemeinsam kann man sich oft besser motivieren. Nach dem Lernen ist es dann auch nicht kompliziert in eine Bar oder dergleichen zu gehen.

Diese Methode dient allein dazu den inneren Schweinehund einfacher zu überwinden.

Empfohlene Häufigkeit: 5x die Woche

 

 

Gegenseitiges Abfragen des Stoffs:

Eine Lerngruppe kann ganz einfach darin bestehen sich zu treffen und den abstrakten Stoff abzufragen und über die Inhalte zu diskutieren.

Der Nachteil an dieser Methode ist, dass die Falllösungstechnik nicht erlernt wird und das Einbinden des Wissen in die Lösung zu kurz kommt. Es bringt nichts, alles zu wissen, man muss es auch anwenden können.

Empfohlene Häufigkeit: 3x die Woche (ein Tag für jedes Rechtsgebiet oder 1x alle Rechtsgebiete)

 

 

Lösen von Fällen:

In einem rotierenden System sucht ein Gruppenmitglied einen Fall aus, und stellt den Sachverhalt den anderen Mitgliedern zur Verfügung. Nun erstellt jeder für sich eine eigene Lösung. Das Mitglied, das den Fall ausgesucht hat, bereitet die Lösung vor. Wie bei einer „kleinen Fallbesprechung“ wird dann gemeinsam die Lösung des Falls diskutiert.

Vorteile:

  • Das abstrakte Wissen wird in der Falllösung angewandt
  • Jeder ist gezwungen alleine sein „Wissen zu Papier zu bringen“ und kann so seine Schwächen feststellen.
  • Durch das gemeinsame Diskutieren „erweitert jeder seinen Horizont“ in der Klausur gibt es Punkte für vielseitige Argumentation!
  • Die eigenen Denkfehler werden von anderen oft besser erkannt.

Abwandlung/Modifikation:

Jeder bringt seinen ausformulierten Fall mit und übergibt ihn einem anderen Gruppenmitglied. In der Gruppe wird dann gemeinsam korrigiert.

Vorteile:

  • Jeder ist gezwungen auch wirklich eine vollständige Lösung zu erstellen und auszuformulieren.
  • Durch das Korrigieren liest man auch andere Formulierung als die, die man selbst verwendet.
  • Indem man selbst die Rolle des Korrektors einnimmt, merkt man, was das Korrigieren erleichtert und was erschwert. Ein zufriedener Korrektor gibt tendenziell bessere Noten!
  • Man muss nicht jeden Fehler selbst machen, auch aus Fehlern anderer kann man lernen.