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Prof. Dr. Reichold

15. Tübinger Arbeitsrechtstag

 

Der

15. Tübinger Arbeitsrechtstag

beschäftigt sich am

27. März 2020
in der Neuen Aula (Audimax) der Universität Tübingen


mit dem Thema

Work-Life-Balance – auch mittels Arbeitsrechts?
Möglichkeiten und Grenzen flexibler Arbeit im 21. Jahrhundert

 

Zum Thema

Der Begriff Work-Life-Balance steht für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit. Das Arbeiten „Nine to Five“ ist aus der Mode gekommen. Starre Regelarbeitszeiten scheinen ebenso wie starre Büroarbeit dem 21. Jahrhundert nicht mehr angemessen. Der 15. Arbeitsrechtstag widmet sich daher dem Flexibilisierungspotenzial des althergebrachten Arbeitsrechts anhand prägnanter Beispiele und neuer Rechtsprechung zum Urlaubs- und Befristungsrecht sowie zur örtlich und zeitlich flexiblen Arbeitsleistung ohne den engen weisungsrechtlichen Zugriff des Arbeitgebers.

Beginnen wird der 15. Arbeitsrechtstag mit dem Urlaubsrecht, das sich durch neue Rechtsprechung des EuGH für den Arbeitnehmer deutlich günstiger darstellt als nach deutschem Urlaubsrecht. Der Verfall des Urlaubs ist genauso wie dessen Abfindung jetzt arbeitnehmerfreundlicher gestaltet – dem Gesetz ist dies aber nicht zu entnehmen. Prof. Frank Bayreuther (Uni Passau) wird als ausgewiesener Experte das Urlaubsrecht „europäisch“ neu ausbuchstabieren. Danach wird die Bundesrichterin Dr. Maren Rennpferdt (Erfurt) die neuen Grundsätze der Rechtsprechung des 7. Senats zur sachgrundlosen Befristung aufzeigen. Die Beanstandungen des BVerfG im Hinblick auf die großzügige „bereits zuvor“-Auslegung des BAG sind inzwischen durch die Erfurter Richter/innen  mit neuer Normdeutung des § 14 Abs. 2 S. 2 TzBfG umgesetzt worden.

Nach der Mittagspause wird Rechtsanwalt Dr. Roman Frik (Stuttgart) den „grauen“ Bereich zwischen selbstständiger und abhängiger Arbeit in den Blick nehmen und die Frage stellen, ob sich IT-Spezialisten auch als arbeitnehmerähnliche oder gar als freie Mitarbeiter für ein Unternehmen betätigen können – und wie das sozialversicherungsrechtlich bewertet wird. Schließlich befasst sich Dr. Sebastian Pfrang (Uni Tübingen) mit dem auch in der Politik schon diskutierten Wechsel des Arbeitsplatzes von der betrieblichen in die häusliche Sphäre. Zu fragen wird sein, ob und auf welche Weise der Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz nach Hause verlagern kann.

 

Der Tübinger Arbeitsrechtstag nimmt aktuelle und streitige Themen des Arbeitsrechts zum Anlass, einen qualifizierten Dialog zwischen universitärer Forschung und der juristischen Praxis des Arbeits- und Sozialrechts zu ermöglichen und möchte damit den Teilnehmern aus dem Wirtschafts- und Rechtsleben neue Perspektiven eröffnen. Die Auswahl der Referenten gewährleistet die Vermittlung des aktuellen Stands der Rechtsdogmatik und Rechtsprechung zum Thema. Gleichzeitig soll die Veranstaltung die Verbindung zwischen der Universität Tübingen und den im mittleren Neckarraum tätigen Arbeitsgerichten, Verbänden und Unternehmen stärken.


 

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