Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sektionen

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sie sind hier: Startseite / Professoren & Dozenten / Prof. Dr. Reichold / Arbeitsrechtstag / Arbeitsrechtstag 2017
Prof. Dr. Reichold

12. Tübinger Arbeitsrechtstag

 

Der

12. Tübinger Arbeitsrechtstag

beschäftigt sich am

7. April 2017 
in der Neuen Aula (Audimax) der Universität Tübingen


mit dem Thema

„Senior Experts“ - Neue Rechtsfragen zur Altersbeschäftigung und betrieblichen Altersversorgung

 

Dass die Erwerbstätigenquote in Deutschland mit 43,8 Prozent (Stand November 2016) einen Rekordwert erreicht hat, liegt auch an der deutlich gestiegenen Altersbeschäftigung. Sowohl bei den 54- bis 59-Jährigen wie auch bei den 60- bis 65-Jährigen ist der Anteil der Erwerbstätigen seit 1996 um etwa 20 Prozentpunkte gestiegen. Auch die Zahl der Personen, die im Ruhestand erwerbstätig sind, hat sich erhöht: von 5,1 Prozent im Jahr 1996 auf 11,6 Prozent im Jahr 2014. Daraus ergeben sich neue Fragen für das Arbeits- und Sozialversicherungsrecht, die den Gesetzgeber aktuell beschäftigen: Wie schafft man neue Anreize für Geringverdiener, durch Fortsetzung der Erwerbsarbeit nach der Regel-altersgrenze die Rente noch weiter aufzubessern? Und wie verhält es sich mit der Betriebsrente in der Null-Zins-Phase: Kann die „Zweite Säule“ der Altersversorgung durch ein neues Sozialpartnermodell mehr als die bislang 40 Prozent durch Betriebsrente Versorgten erreichen?

 

Der 12. Tübinger Arbeitsrechtstag möchte diese und andere aktuelle Rechtsfragen der Altersbeschäftigung und –versorgung diskutieren. Dazu zählt auch die „Werkvertraglichung“ abhängiger Arbeit, der die zum 1.4.2017 beschlossene Reform der Arbeitnehmer-überlassung (AÜG) und die Legaldefinition des Arbeitsvertrags in § 611a BGB entgegen-wirken sollen. Dazu wird Johannes Peter Francken die neue Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten und den Gleichstellungsgrundsatz im novellierten AÜG als schwierigen Kompromiss diskutieren. Danach wird Boy-Jürgen Andresen im Schwerpunkt die besonderen, der Null-Zins-Phase geschuldeten Strategien zur Sicherung der betrieblichen Altersversorgung im Hinblick auf deren Finanzierbarkeit durch den Arbeitgeber schildern und bewerten. Nach der Mittagspause erweitert Christian Rolfs die Diskussion zur Stärkung der sog. „Zweiten Säule“ um die kritische Bewertung des vom Gesetzgeber geplanten „Sozialpartnermodells Betriebsrente“. Schließlich kümmert sich Jobst-Hubertus Bauer um die arbeitsrechtlichen Streitfragen rund um die (befristete) Altersbeschäftigung vor bzw. nach der Regelaltersgrenze, wie sie z.B. in § 41 S. 3 SGB VI geregelt ist.

 

Der Tübinger Arbeitsrechtstag nimmt aktuelle und streitige Themen des Arbeitsrechts zum Anlass, einen qualifizierten Dialog zwischen universitärer Forschung und der juristischen Praxis des Arbeits- und Sozialrechts zu ermöglichen und möchte damit den Teilnehmern aus dem Wirtschafts- und Rechtsleben neue Perspektiven eröffnen. Die Auswahl der Referenten gewährleistet die Vermittlung des aktuellen Stands der Rechtsdogmatik und Rechtsprechung zum Thema. Gleichzeitig soll die Veranstaltung die Verbindung zwischen der Universität Tübingen und den im mittleren Neckarraum tätigen Arbeitsgerichten, Verbänden und Unternehmen stärken.


 

Programm

Anmeldung

Bilder
Tagungsmaterialien
Bericht
Frühere Veranstaltungen