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Prof. Dr. Kinzig

Rückblick: Rechtsvergleichendes Vier-Länder-Seminar – „Kuscheljustiz“ oder „harte Hand?“ Strafrechtliche Sanktionen im Lichte der EMRK

Prof. Dr. Jörg Kinzig (Universität Tübingen)

in Kooperation mit

Prof. Dr. Sabine Gless (Universität Basel)

Prof. Dr. Jocelyne Leblois-Happe, Dr. Juliette Lelieur (Universität Straßburg)

Prof. Dr. Verena Murschetz (Universität Innsbruck)

 

Die Gesamtgruppe

 

Sechs Tübinger Jurastudentinnen und -studenten konnten sich im Rahmen des nun schon zum vierten Mal ausgerichteten Vier-Länder-Seminars persönlich mit Studierenden und Professorinnen unserer drei Nachbarländer Österreich, Schweiz und Frankreich rechtsvergleichend über strafrechtliche Themen austauschen. Das rechtsvergleichende Seminar fand vom 06. bis zum 09. Mai 2015 im Waldhotel Zollernblick bei Freudenstadt im Schwarzwald statt. Im Fokus standen die strafrechtlichen Sanktionen. Dabei stellten die Studierenden aus allen Ländern ihre zuvor schriftlich ausgearbeiteten Themen in mündlichen Referaten vor. Konkret wurden Strafen und Maßregeln und ihre Vereinbarkeit mit der EMRK diskutiert. An die mündlichen Vorträge schlossen sich spannende, von den Professorinnen und Professoren geleitete Diskussionsrunden mit allen Seminarteilnehmern an, so dass man einen guten Einblick in die Rechtslage aller beteiligten Staaten erhalten konnte. Die Teilnehmer stellten so viele Ähnlichkeiten unter einem gemeinsamen „europäischen Dach“, insbesondere der EMRK, aber auch teilweise überraschende Unterschiede in den verschiedenen Rechtsordnungen fest.

 

Tübinger Jurastudent bei seinem Vortrag


Alle Studierenden hatten außerdem die Möglichkeit, ihre Französischkenntnisse unter Beweis zu stellen, da die Referate und Redebeiträge der französischen Seminarteilnehmer in deren Muttersprache (mit einer nachfolgenden deutschen Zusammenfassung) gehalten wurden. Den Abschluss fand die Tagung in einem Moot Court, bei welchem eine Entscheidung vor dem EGMR „nachverhandelt“ wurde. Über das Kennenlernen der ausländischen Rechtssysteme hinaus diente die Veranstaltung einem kulturübergreifenden – nicht immer nur fachlichen – Meinungsaustausch. Das gemeinsame Zusammensein in einem ungezwungenen Rahmen abseits des fachlichen Diskurses nahm daher ebenfalls einen bedeutsamen Stellenwert ein. Abgerundet wurde das „Freizeitprogramm“ mit einer gemütlichen Wanderung durch das Kinzigtal und einem Besuch der Alpirsbacher Klosterbrauerei.

Ein herzlicher Dank geht neben der Hauptorganisatorin Frau Prof. Dr. Sabine Gless insbesondere an ihren Mitarbeiter Patrick von Hahn (Basel).

Kinzigtal

 

Annemarie Dax und Maximilian Haffner

Weitere Bilder der Veranstaltung finden Sie hier.