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Prof. Dr. Kinzig

Rückblick: Strafrechtlich-kriminologisches Seminar „Neuere Entwicklungen in Kriminologie und Sanktionenrecht“

Strafrechtlich-kriminologisches Seminar

„Neuere Entwicklungen in Kriminologie und Sanktionenrecht“

- mit einem besonderen Blick auf die von der neuen
Bundesregierung vorgesehenen Maßnahmen -

Vom 3. bis 5. Juli 2014 fand das Seminar „Neuere Entwicklungen in Kriminologie und Sanktionenrecht“ im Heinrich-Fabri-Institut Blaubeuren statt.

 

 

Mittelpunkt des Seminars bildeten neben dem gemeinsamen Fußball-WM-Abend ☺ (der erfreuliche Ausgang trug nicht ganz unerheblich zur guten Stimmung bei) aktuelle Themen aus dem Bereich der Sexual- und Betäubungsmitteldelinquenz sowie der Maßregeln der Besserung und Sicherung. Den Vorträgen der Studierenden zu den jeweils verfassten Seminar- und Studienarbeiten schloss sich eine meist lebhafte Diskussion des Plenums an.

Konkret bearbeitet wurden etwa der Einsatz der elektronischen Aufenthaltsüberwachung i. R. d. Führungsaufsicht, die Frage, ob man das Fahrverbot – wie im Koalitionsvertrag vorgesehen – als eigenständige Sanktion in das Erwachsenenstrafrecht einführen sollte sowie die Ursachen der seit einigen Jahren ansteigenden Anordnungs- und Unterbringungszahlen in psychiatrischen Krankenhäusern nach § 63 StGB mit der (provokanten) Frage, ob Deutschland immer verrückter wird?

Zudem beschäftigten sich einige Seminarteilnehmerinnen mit der Entwicklung der Betäubungskriminalität sowie mit der Frage, ob weiche Drogen, wie beispielsweise Cannabis, legalisiert werden sollten. Erarbeitet wurde hier außerdem der Zusammenhang zwischen der übermäßigen Nutzung gewalthaltiger Computerspiele und kriminellen Verhalten bzw. welchen Einfluss Alkohol auf die Begehung von Straftaten haben kann.

Auch wissenschaftlich wenig beleuchtete Themen wurden erörtert: So ging eine Seminarteilnehmerin der Frage nach, welche empirischen Erkenntnisse es überhaupt zu Sexualstraftäterinnen gibt, eine andere Studierende wiederum untersuchte die Zulässigkeit von öffentlichen Sexualstraftäterdateien nach amerikanischen Vorbild in der BRD. Abgerundet wurde das Seminar mit Vorträgen zum Ausmaß der Sexualkriminalität in Deutschland und empirischen Erkenntnissen zu Sexualstraftätern. Aufgrund der Mischung aus bekannten Problembereichen und „brandaktuellen“ Themen konnten die Teilnehmer einen Blick über den Tellerrand des alltäglichen juristischen Studiums wagen und Einblicke in die Entwicklungen des Sanktionenrechts und in bisher unbekannte Deliktsbereiche erhalten.

Neben dem juristischen Seminarprogramm gab es zudem ausreichend Gelegenheit den Blautopf, Klein-Venedig sowie das Kloster der kleinen Stadt am Fuße der Schwäbischen Alb mit einer Sonderführung durch Herrn Prof. Dr. Kinzig in persona zu besichtigen und zu bestaunen.

Die Abende klangen regelmäßig in geselliger Runde aus.

Weitere Bilder des Seminars finden Sie hier.