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Prof. Dr. Michael Droege

Forschungsschwerpunkte

Steuer- und Finanzverfassungsrecht

Am Lehrstuhl bildet das Finanz- und Steuerrecht einen wesentlichen Forschungsschwerpunkt. Dabei widmet sich Professor Dr. Michael Droege insbesondere den steuer- und finanzverfassungsrechtlichen Grundlagen der Steuerrechtsordnung. Ein besonderes Forschungsinteresse liegt hier auf den Verbindungsfeldern des Verwaltungsrechts zum Steuerrecht. Aktuell werden so die Zusammenhänge der Besteuerung der öffentlichen Hand und des öffentlichen Wirtschaftsrechts untersucht; aus diesem durch die DFG geförderten Projekt ist die Schrift "Zur Besteuerung der öffentlichen Hand" hervorgegangen.

Im Rahmen eines Exploration Funds der Plattform IV der Exzellenzinitiative der Eberhard Karls Universität Tübingen widmet sich Prof. Dr. Michael Droege gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Ruf und Prof. Dr. Christian Seiler einem inter- und intradisziplinären Forschungsprojekt zur Finalität und Funktionalität der Besteuerung. Die Steuer ist als wichtigstes Finanzierungsmittel des Staates primär Gegenstand seines zentralen Gestaltungsinstruments, des Rechts. Die Besteuerung teilt damit den spezifischen Zugang der Rechtswissenschaft, ohne sich in ihm zu erschöpfen. Zugleich ist sie Gegenstand unter anderem der Geschichts-, Politik‑ und Sozialwissenschaft, der (Sozial-) Philosophie und vor allem der Finanz- und Wirtschaftswissenschaft. Was aber macht das Besondere der Steuer und ihrer wissenschaftlichen Betrachtung aus? Die Antwort auf diese Frage kann den Schlüssel zu vielfältigen neuen Forschungsfragen und praktischen Ansätzen einer künftig gerechteren und vielleicht sogar einfacheren Besteuerung liefern. Das Forschungsprojekt soll deshalb der Erfassung und Behandlung des Gegenstandes „Steuer“ in den unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen nachgehen und untersuchen, ob sich diese in ihrer Ausdifferenzierung zu einem umgreifenden, über die Identität der Steuer vermittelten Forschungs- und Kommunikationszusammenhang einordnen lassen. Im Rahmen des Projekts soll so die Eigenständigkeit des Steuerrechts und seiner Wissenschaft thematisiert, die hierzu notwendige fächerübergreifende Vernetzung angestoßen und ein Beitrag zur Grundlagendiskussion im Steuerrecht geleistet werden.

 

Das Recht des "Dritten Sektors"

Auch im bundesweiten Vergleich bildet der Forschungsschwerpunkt des Lehrstuhls im Recht der Non-Profit-Organisationen bzw. des "Dritten Sektors" aus der Perspektive des öffentlichen Rechts ein Alleinstellungsmerkmal. Die Förderung bürgerschaftlichen Engagements im steuerlichen Gemeinnützigkeitsrecht steht dabei ebenso auf der Forschungsagenda wie aktuelle Fragen des Stiftungs- und Stiftungssteuerrechts.

 

Religions- und Religionsverfassungsrecht

Der Lehrstuhl setzt überdies mit seinem Lehr- und Forschungsschwerpunkt im Religionsverfassungs- und Kirchenrecht eine Tradition fort, die Tübingen als wichtigen Wissenschaftsstandort im Religionsverfassungsrecht und insbesondere im evangelischen Kirchenrecht ausweist. Der Fokus aktueller Forschungsvorhaben liegt im Bereich der Finanzierung und des Vermögens von Religionsgemeinschaften. Das Schicksal der Staatsleistungen und aktuelle Fragen des Kirchensteuerrechts seien exemplarisch ebenso genannt wie die Frage der Transparenz des kirchlichen Vermögensrechts.