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Making States, Making the World

Lecture by Prof. Dr. Luis Eslava on "Independency, Dependency and our (Post)Colonial International Law"

Termindetails

Wann

12.12.2017
von 18:15 bis 20:00

Wo

HS 22 (Kupferbau)

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The battle for international law during the era of decolonization (from the mid-1950s to the mid-1970s) was to a large extent a battle fought over the nature, the function and the objectives of the state. The state, already the pre-given end-point of political emancipation according to the international legal order of the time, had to be domesticated and harnessed for the purpose of a new future. Interestingly, or tragically perhaps, this dispute over the purpose of the state was radically shaped by the development project – another, this time younger child of the international legal order of the time. The state, development and international law were, in this order of things, three of the main coordinates that came to organize the decolonization of peoples in the South. Today, several decades after the end of formal imperialism, we are still grappling with the political, economic, social and administrative form that resulted from this conjuncture: the developmental state. In this talk I will revisit this story – a story familiar to the old and the new colonial world (from Latin America and Africa, to the Middle-East, Asia and beyond – in order to draw our attention to the intimate relation that exists between state-making and world making in our post-colonial, perhaps never fully post-imperial, international legal order.

 

Der Kampf, der während der Dekolonisierung (von Mitte der 1950er bis Mitte der 1970er Jahre) um das Völkerrecht geführt wurde, war zu einem großen Teil ein Kampf, der um das Wesen, die Funktion und die Ziele des Staats geführt wurde. Der Staat, von vorneherein der vorausgesetzte Abschluss politischer Emanzipation, sollte für eine neue Zukunft domestiziert und gewappnet werden. Diese Auseinandersetzungen um die Zwecke des Staats wurden ihrerseits interessanter- oder vielleicht eher tragischerweise radikal durch das Projekt Entwicklung geformt, einem weiteren, etwas jüngeren Produkt der damaligen Völkerrechtsordnung. Der Staat, Entwicklung und das internationale Recht waren, in dieser Reihenfolge, drei der Hauptkoordinaten, die die Dekolonisierung der Völker im Süden organisierten. Heute, mehrere Jahrzehnte nach dem Ende des formellen Imperialismus, haben wir nach wie vor mit der politischen, ökonomischen, sozialen und Verwaltungsform zu kämpfen, die aus dieser Verbindung resultierte: dem Entwicklungsland. In meinem Vortrag werde ich diese Geschichte – eine Geschichte, mit der die alte und die neue koloniale Welt (von Lateinamerika und Afrika, über den Mittleren Osten, Asien und darüber hinaus) nur allzu vertraut sind – wiederaufgreifen, um unsere Aufmerksamkeit auf das innige Verhältnis zu richten, das zwischen der Produktion von Staaten und der Produktion in unseren postkolonialen, vielleicht nie wirklich post-imperialen international Rechtsordnung besteht.

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