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Was lange währt, wird endlich gut: Reform der Gesellschaft bürgerlichen Rechts in Österreich

Vortragsveranstaltung des Forums Junge Rechtswissenschaft mit Dr. Elke Heinrich vom Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg.

Termindetails

Wann

28.11.2017
von 18:00 bis 20:30

Wo

Raum 235 (Neue Aula)

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Die Rufe nach einer Reform des Rechts der österreichischen Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesbR) hatten bereits vor langer Zeit eingesetzt. Immerhin trug ihr Regelungskorpus im 27. Hauptstück des ABGB größtenteils noch das Gewand der Stammfassung aus dem Jahre 1811. Die Normkontinuität war indes keine Folge nachhaltiger Bewährung. Vielmehr erwies sich der altertümlich formulierte Gesetzestext als lückenhaft und praxisfern, weshalb seine Vorschriften häufig abbedungen oder ergänzt wurden; Rechtsprechung und Lehre legten sie mitunter sogar gegen ihren ausdrücklichen Wortlaut aus. Die Lektüre des Gesetzes vermochte mithin kein korrektes Bild der Rechtslage mehr zu vermitteln, was zu erheblicher Rechtsunsicherheit führte. Gleichwohl rief erst das 200-jährige Jubiläum des ABGB den Gesetzgeber auf den Plan. Auf Basis einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Ministerium und Wissenschaft wurde das GesbR-Recht grundlegend neu geordnet. Die am 1.1.2015 in Kraft getretene Reform verleiht ihm nicht bloß einen neuen Anstrich. Neben der Lösung alter Streitfragen wurde das Gesellschaftsrecht des ABGB auf den aktuellen Stand der Wissenschaft gehoben. Davon zeugen sowohl Struktur und Terminologie als auch die Kodifikation fundamentaler Grundsätze des Gesellschaftsrechts, wie etwa Treuepflicht und actio pro socio.