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Völkerrecht und Privatrecht in struktureller Parallelität?

Referent Dr. Jörg Kammerhofer, LL.M. (Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg) durchleuchtet die Nähe des Völkerrechts zum Zivilrecht

Termindetails

Wann

28.01.2016
von 18:00 bis 19:30

Wo

Raum 237, Neue Aula

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Das Völkerrecht ist dem Zivilrecht näher als dem öffentlichen Recht; insofern scheint die neuerdings ganz besonders in Deutschland propagierte „Public Law Analogy“ ein Irrweg zu sein. Diese Nähe zum Zivilrecht lässt sich jedoch nicht damit begründen, dass die Idee der Privatautonomie sich im internationalen Bereich in der Staatensouveränität spiegeln würde; die Rechtswissenschaft muss ohne solche meta-rechtlichen Ideologien auskommen. Vielmehr liegt sie in den konkreten Strukturen des Rechts begründet: Das völkerrechtliche Vertrags- oder Staatenverantwortlichkeitsrecht zum Beispiel sieht viel mehr nach Zivilrecht als nach Verfassungs- oder Verwaltungsrecht aus. Schließlich aber sind alle Analogien bloß Aussagen der Rechtswissenschaft bzw. Dogmatik. Analogien sind Hilfsmittel zur Rechtserkenntnis und nicht Teil der Rechtsordnung – die Rechte und Pflichten der Rechtssubjekte können damit nicht verändert werden. Eine das Recht mittels Analogie zu verändern suchende Dogmatik missbraucht letztlich ihre Stellung und hört auf, Wissenschaft zu sein.