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Juristisches Seminar

Privatbibliothek Max Fleischmann

Max Fleischmann

 

 

 

 

 

Prof. Dr. jur. Max Fleischmann
geboren am 5. Oktober 1872 in Breslau
gestorben am 14. Januar 1943 in Berlin

 

 

Max Fleischmann entstammte einer Familie jüdischer Kaufleute, war aber evangelischer Konfession. Nach dem Studium in Breslau absolvierte Fleischmann 1894 und 1899 die beiden Staatsexamina. Die Promotion erfolgte 1896 (Das pignus in causa judicata captum, Breslau, 1896[1]), die Habilitation 1898 (Der Weg der Gesetzgebung in Preußen, Breslau, 1898[2]).

Nach seiner Berufung 1911 als ao. Professor nach Königsberg wurde Fleischmann 1915 dort o. Professor für Staats-, Verwaltungs-, Kirchen-, Völkerrecht und deutsche Rechtsgeschichte. 1921 folgte er einem Ruf an die Universität Halle-Wittenberg.

Fleischmann profilierte sich als Staats- und Völkerrechtler. Er vertrat Preußen und das Deutsche Reich mehrfach in nationalen und internationalen Rechtsstreitigkeiten sowie 1930 bei der Haager Konferenz für die Kodifikation des Völkerrechts.

1935 versetzten ihn die Nationalsozialisten wegen seiner jüdischen Herkunft zwangsweise in den Ruhestand, 1936 wurde ihm die Lehrerlaubnis endgültig entzogen. 1941 zog er nach Berlin, dort nahm er sich 1943 das Leben, als ihn die Gestapo verhaftete.

Max Fleischmanns Privatbibliothek, die ungefähr 1.600 bis 1.700 Bücher umfasste, wurde 1943 von seiner Witwe an die Universität Tübingen verkauft.[3]
Etwas mehr als 1.200 dieser Werke kamen in das Öffentlich-Rechtliche Seminar der Universität, das heutige Juristische Seminar.

Da die Zugangsjournale der Juristischen Fakultät für die Jahre zwischen 1943 und 1945 lückenhaft sind, kann nur vermutet werden, welche Titel in den Regalen des Seminars zur Privatbibliothek Max Fleischmanns gehören. Lediglich in einzelnen Büchern sind Widmungen oder Besitzstempel vorhanden, die eine Zuordnung erlauben.

Das Juristische Seminar hat sich daher entschlossen, in seinem Online-Katalog bei allen Büchern, die aus der Privatbibliothek Max Fleischmanns stammen könnten, einen Hinweis auf die mögliche Provenienz einzutragen.

Weiterführende Literatur über Max Fleischmann und seine Privatbibliothek

Schneider, Sebastian: Die Bibliothek Fleischmann in Tübingen - die Tübinger Juristenfakultät auf Schnäppchenjagd? - Wiesbaden : Kohlhammer, 2016. - Seiten 277-290. - Sonderdruck aus: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte, 75. Jahrgang 2016 (Juristisches Seminar: D,IIIm,305)

Lang, Hans-Joachim: Die Tübinger Juristen-Fakultät als Schnäppchenjäger : Zum Schicksal der Privatbibliothek des verfolgten Völkerrechtlers Max Fleischman aus Halle, in: Bibliotheken in der NS-Zeit, Göttingen, 2008, S. 175 – 188.

Lang, Hans-Joachim: Bücher eines verfolgten Juden im Juristenseminar, in: Schwäbisches Tagblatt vom 16.06.2007.

Gornig, Gilbert-Hanno: Max Fleischmann (1872 - 1943), in: Die Albertus-Universität zu Königsberg und ihre Professoren. Berlin: Duncker & Humblot, 1995. - S. [360] – 364. (Juristisches Seminar: D,IIIm,228)

Schubart-Fikentscher: Fleischmann, Michael Max, in: Neue Deutsche Biographie (NDB), Bd. 5. Berlin: Duncker & Humblot, 1961, S. 236.

 

Schriften Max Fleischmanns im Bestand des Juristischen Seminars

 

Weblinks zu Max Fleischmann


  • [1] Juristisches Seminar: D,IIh,82.

    [2] Juristisches Seminar: Oe F,IIIb,58.

    [3] Vgl. hierzu ausführlich Schneider, Die Bibliothek Fleischmann in Tübingen, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte, 2016, S. 277 (282 ff.).

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