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Institut für Kriminologie

Lebenslagen von Jugendstrafgefangenen

Eine empirische Analyse unter Langzeitperspektive, auch mit Blick auf die Überprüfung der Reichweite von sozialwissenschaftlichen Theorien zu Randständigkeit, Exklusionserfahrung und Armutsbewältigung

 

DFG-gefördert, Förderzeitraum 1: Februar 2009 - Dezember 2013


Ziel der Studie war die Analyse der sozialen Lage von Jugendstrafgefangenen.

Als zentrale Ziele wurden anvisiert:

  1. Eine aktuelle Bestandsaufnahme der Lebenslagen von Jugendstrafgefangenen. Dabei sollen neben den „klassischen“ sozio-ökonomischen Indikatoren auch Indikatoren der sozialen Einbindung und subjektiver Exklusionserfahrung, wie sie in den neueren Konzepten der sozialen Ungleichheitsforschung diskutiert werden, berücksichtigt werden.
  2. Ein Vergleich der Jugendstrafgefangenenpopulation mit repräsentativen Jugend- und Heranwachsendenpopulationen, um so die Kriterien der sozialen Selektion zu identifizieren. Dabei kann es dahingestellt bleiben, ob diese Selektion auf Grund höherer Auffälligkeit bestimmter Merkmalsträger beruht oder durch die strafrechtliche Sozialkontrolle hergestellt wird.
  3. Eine Längsschnittanalyse zur empirischen Überprüfung der These einer zunehmenden Problembelastung und Randständigkeit der Jugendstrafgefangenen. Geklärt werden soll dabei auch die Frage, ob die Veränderungen der Jugendstrafgefangenenpopulationen nur gesamtgesellschaftliche Veränderungen widerspiegeln, oder ob sich darin ein anderer gesellschaftlicher Umgang im Sinne einer Kriminalisierung von Armut und sozialer Randständigkeit niederschlägt.

Methodisch wurden diese Ziele durch die Kombination mehrerer Verfahren der Datengewinnung (Fragebogenerhebung, Aktenanalyse), der Kombination unterschiedlicher Analyseformen (Querschnitts- und Längsschnittsanalysen, Primär- und Sekundäranalysen) und der Kombination unterschiedlicher Datenquellen (Daten aus repräsentativen Surveys, quantitative Befragung, Daten aus der JVA Adelsheim) erreicht.

Die Studie ist zum einen ein Beitrag zur kriminologischen Grundlagenforschung über die biographischen Problemlagen, die hinter (der Zuschreibung von) so genannten kriminellen Karrieren stehen. Zum anderen dient die Analyse der Defizite und Ressourcen der Jugendstrafgefangenen sowie die Herausarbeitung typischer Konstellationen dazu, die Maßnahmen und Behandlungskonzepte des Jugendstrafvollzugs auf eine validere empirische Basis zu stellen.

 

Datenbasis

Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

Praxisrelevanz

Publikationen/Ergebnisse


Arbeitsgruppe

Wolfgang Stelly
Tel. 07071-297 2016
E-Mail: wolfgang.stelly@uni-tuebingen.de
Jürgen Thomas
Tel. 07071-297 2016
E-Mail: juergen.thomas@uni-tuebingen.de
Bernadette Schaffer
Tel. 07071/29-72018
E-Mail: bernadette.schaffer@uni-tuebingen.de
Thaya Vester
Tel. 07071-297 2017
E-Mail: thaya.vester@uni-tuebingen.de
Hans-Jürgen Kerner
Tel. 07071-297 2931
E-Mail: hans-juergen.kerner@uni-tuebingen.de