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Institut für Kriminologie

Das Fehlurteil im Strafprozess – Systemimmanenz oder vermeidbares Unrecht?

Eine rechtsdogmatisch-empirische Untersuchung zu den Ursachen von Fehlurteilen und den Möglichkeiten ihrer Vermeidung

Dissertation Toni Boehme

 

Die in Arbeit befindliche Dissertation zu Fehlurteilen im Strafprozess orientiert sich an zwei forschungsleitenden Fragen: Sind Fehler in Strafprozessen systemimmanent oder vermeidbar? Welche Möglichkeiten bestehen, um diese Fehler idealiter zu vermeiden, jedenfalls aber in ihrer Häufigkeit zu reduzieren?

Der normative Teil dieser Arbeit befasst sich mit theoretischen Überlegungen zum Fehlurteil, so zum Fehlurteilsbegriff und zur Häufigkeit des Phänomens. Zudem wird ein normativer Überblick über die Korrekturmöglichkeiten von Fehlern im Strafverfahren gegeben.

Im empirischen Abschnitt geht es sodann um die Ursachen von Fehlurteilen. Hierzu werden in einem ersten Schritt die zentralen, allerdings durchweg schon älteren Studien zu Fehlurteilen von Hirschberg, Kiwit und Peters ausgewertet und die gefundenen Ergebnisse kategorisiert und systematisiert. Auf diese Weise entsteht eine Übersicht über die bislang von der Wissenschaft herausgearbeiteten Ursachen von Fehlurteilen. Um zu überprüfen, ob diese Ergebnisse heute noch zutreffend sind, und um diese zu vertiefen, werden in einem zweiten Schritt leitfadengestützte Interviews mit Experten durchgeführt. Als Experten konnten Richter aus allen Rechtsmittelgerichten gewonnen werden, mithin Richter aus Berufungskammern der Landgerichte, Richter aus OLG-Revisionssenaten und Richter am BGH für Strafsachen.

Schließlich sollen auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse Schlussfolgerungen gezogen und Handlungsempfehlungen diskutiert werden.