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Institut für Kriminologie

Gemein, grausam, gewalttätig: Der Mensch im Spannungsfeld zwischen Opfer- und Tätererfahrung

Termindetails

Wann

02.07.2015
von 19:15 bis 20:45

Wo

Hörsaal 24, Kupferbau, Tübingen

Name

Prof. Dr. Thomas Elbert

Termin übernehmen

Vortrag im Rahmen des

Kriminologisch-kriminalpolitischen Arbeitskreises

von

Prof. Dr. Thomas Elbert
Universität Konstanz
Professor für Klinische Psychologie und Neuropsychologie

am 2. Juli 2015 um 19 Uhr c.t.

Ort: Hörsaal 24, Kupferbau, Tübingen

 

Abstract

Warum sind Menschen gewalttätig und zu aggressivem Verhalten bereit, das bis hin zum Töten seit jeher menschliches Zusammenleben kennzeichnet? Während Gewalt in den zahlreichen Krisenregionen der Welt oft kaum noch wahrgenommen wird, werfen Gewalttaten in der eigenen gesellschaftlichen Mitte – etwa Überfälle auf Obdachlose oder Asylsuchende – immer wieder Fragen nach den Gründen auf.

Im Vortrag wird dargelegt, welche psychischen Folgen Gewalterfahrung wie Gewaltausübung nach sich ziehen. Neben der reaktiven, also der Verteidigung dienenden Gewalt, hat eine weitere Aggressionsform, die appetitive Gewalt, ihre Basis in der menschlichen biologischen Anlage und scheint vor allem auf die evolutionäre Herausbildung des Jagdverhaltens zurückführbar.

Mit Hilfe neurobiologischer Forschung im Labor, aber auch direkten Untersuchungen in Kriegsgebieten Ostafrikas und Mittelasiens, untersucht Thomas Elbert mit seinem Team an der Universität Konstanz, auf welche Weise Menschen zur Gewaltbereitschaft geprägt werden. Daraus gewinnen die Wissenschaftler auch neue Erkenntnisse darüber, wie psychische Erkrankungen durch Gewalterfahrungen oder traumatischen Stress verhindert und behandelt werden können.

Zur Person:

Prof. Dr. Thomas Elbert ist Professor für Klinische Psychologie und Neuropsychologie an der Universität Konstanz.

Seine Publikationen umfassen methodologische Studien, Forschungen zur Selbstregulation des Gehirns, kortikaler Organisation, Plastizität und deren Beziehung zu Verhalten und Psychopathologie. Seine Forschung im Bereich der Klinischen Psychologie konzentrierte sich auf die Konsequenzen von traumatischem Stress bei Überlebenden organisierter Gewalt, Folter, Krieg, Vergewaltigung und Kindesmissbrauch.

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