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Forum Junge Rechtswissenschaft

Recht und Gefühl

Leiten Gefühle die Rechtsfindung?


Mittwoch, 6.2.2013
18 Uhr s.t.
Raum 235, Neue Aula

Bio

Julia Hänni, Dr. iur. HSG, ist Gerichtsschreiberin am Schweizerischen Bundesgericht, Lausanne. Sie ist Habilitandin an der Universität Zürich und im Herbstsemester 2013 Global Justice Fellow an der Yale University (MacMillan Center for International and Area Studies, Prof. Thomas Pogge). Als Lehrbeauftragte unterrichtet sie an den Universitäten Zürich und Luzern sowie am National Hindu Dharma Institut in Denpasar, Indonesien. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit- und Forschung liegen im Bereich des schweizerischen und internationalen Öffentlichen Rechts, der Rechtsphilosophie und der Rechtssoziologie. Ihre Promotion „Vom Gefühl am Grund der Rechtsfindung. Rechtsmethodik, Objektivität und Emotionalität in der Rechtsanwendung“ (Publikation: Berlin 2011) wurde als beste juristische Dissertation des Jahres (2010) ausgezeichnet, ebenso mit dem Walter Hug Preis Schweiz (2012).

Abstract

Die Rechtsfindung wird üblicherweise dargestellt als ein rationales System innerhalb der Logik: Mittels Unterordnung des Sachverhalts unter die Voraussetzungen einer Norm werden Rechtsfolgen rational und logisch abgeleitet. Die Referentin geht in einem phänomenologischen Ansatz der Frage nach, ob bzw. inwieweit in diesem logisch-rationalen System auch emotionale Erkenntnisakte Platz finden: - Sind bei der Interpretation von Rechtsnormen auch Gefühle beteiligt? - Welche Funktionen haben Gefühle mit Blick auf die Rechtsfindung? - Sind sie störend, hilfreich oder gar unerlässlich für juristische Entscheidungen?