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Sammelklagen (class actions) für Kartellgeschädigte sind nicht nur in den USA ein wichtiges Instrument der privaten Kartellrechtsdurchsetzung. Auch in Israel haben sie Bedeutung. In Deutschland gibt es bislang zwar noch keine Kartell-Sammelklagen. Es sind hier aber andere Formen der gebündelten Anspruchsdurchsetzung erprobt, und unlängst ist auch das Musterfeststellungsklagegesetz in Kraft getreten ist, das sich hier vielleicht noch auswirken wird. All‘ dies gab Anlass, dem Thema „Antitrust Class Actions“ in einem Symposium an der Buchmann Faculty of Law der Universität Tel Aviv nachzugehen. Es fand am 4. November 2018 statt und wurde von Professor David Gilo, ehem. Director General der Israelischen Kartellbehörde, unter Beteiligung von Professor Thomas organisiert und durchgeführt. Neben den genannten sprachen Ofer Groskopf, Richter am Israelischen Supreme Court, Nadav Miara, ein erfahrener israelischer class action litigator, sowie Professor Alon Klement, ebenfalls ein Experte im Bereich class actions. Der Austausch brachte für alle Beteiligten und die zahlreichen Zuhörer und Diskutanten reichen Ertrag, zeigte der Vergleich des israelischen, deutschen und europäischen Rechtsraumes doch, wie dieselben Probleme durch unterschiedliche Maßnahmen adressiert werden, was Rückschlüsse auf Effektivität und Effizienz der Systeme erlaubte.

Das Symposium wurde ermöglicht durch eine Förderung der Kossoy Hall-Stiftung, die sich für den Austausch von Wissenschaftlern aus Israel und von der juristischen Fakultät der Universität Tübingen einsetzt. Ihr gilt daher besonderer Dank. Professor Gilo und Professor Thomas planen bereits ein Folgesymposium, das dann voraussichtlich in Tübingen stattfinden und neue Entwicklungen im materiellen Kartellrecht behandeln soll.